Erster Tag der Vorrunde

Vincent Keymer dominiert

Sind die Buben die wahren Könige?

Vincent Keymer hat den ersten Tag der Vorrunde der WEISSENHAUS Freestyle Chess G.O.A.T. Challenge dominiert. Nach Siegen über Weltmeister Ding Liren, den Weltranglistenzweiten Fabiano Caruana sowie gegen Levon Aronian führt der 19-Jährige mit 3,5 Punkten aus 4 Partien das Feld an. Nur gegen Magnus Carlsen, den G.O.A.T., gab Keymer einen halben Punkt ab.

Den acht Großmeistern sind in Schloss Weissenhaus acht Spielkarten zugeordnet: vier Könige für die vier Routiniers, vier Buben für die vier jungen Wilden. Nun stellt sich nach den ersten vier Runden Schnellschach nicht nur für Kommentatorin Tania Sachdev diese Frage: „Sind die Buben die wahren Könige?“

YouTube video player
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Nicht nur führt Keymer alleine das Feld an. Auf den ersten vier Plätzen liegen die Youngster, und die Arrivierten müssen sich hinten anstellen. „Vielleicht sind wir jüngeren Spieler trickreicher“, spekulierte Gukesh, nachdem die ersten vier Schlachten geschlagen waren. Und schränkte ein: „Aber vielleicht hatten wir auch nur einen guten Tag.“

Was stimmt, wird sich am Samstag und im weiteren Turnierverlauf zeigen. Sicher ist: Nicht eine einzige Partie haben Carlsen, Ding, Caruana und Aronian gegen Keymer, Absusattorov, Gukesh und Firouzja gewonnen. Den schlechtesten Start erwischten Levon Aronian und noch mehr Ding Liren, der alle vier Partien verlor.

Wer in einem Haifischbecken wie dem in der Weissenhaus-Schacharena Schwäche zeigt, der trägt nur dazu bei, das die Gegenspieler Blut wittern. Und dann kommt es zu Partien wie der zwischen Ding Liren und Vincent Keymer in der dritten Runde.

Die deutsche Nummer eins hatte zuvor Selbstvertrauen getankt: komfortabel gegen Magnus Carlsen remisiert, dann Levon Aronian niedergerungen. „Ich habe gespürt, dass ich in Form bin“, erklärte Keymer. Und mehr als das. Auf den anderen Brettern sah er, dass es um die Form von Ding Liren nicht zum Besten bestellt ist. „Darum habe ich die Partie riskant angelegt und Verwicklungen gesucht.“

Mit Erfolg:

Von Conrad Schormann

Ein großes Dankeschön an
PARTNER UND SPONSOREN
Bleiben Sie auf dem Laufenden! Abonnieren Sie unseren Newsletter.